In der automatisierten Schleifbearbeitung von Rundmaterialien müssen Rohre mit einem Durchmesser von 78 bis 108 mm und einem Gewicht von bis zu 130 kg pro Werkstück prozesssicher einer Roboterzelle zugeführt werden.
Die Zuführung sollte außerhalb des Schutzzaunbereichs erfolgen, während die Entnahme und Bearbeitung vollständig automatisiert innerhalb der Roboterzelle stattfinden.
Ziel war die Entwicklung einer robusten Fördertechniklösung für Roboteranwendungen, die manuelle Be- und Entladung, Kranhandling und automatisierte Bearbeitung in einem geschlossenen Prozess verbindet.
Teleskopgabel für Roboterzelle
Kundenprojekt
Technische Eckdaten
| Fördergut | Sondergestelle (Stapler,- oder Kranbeladung möglich) |
| Auf den Gestellen befinden sich Werkstückträger mit Prismenaufnahmen für die eigentlichen Werkstücke | |
| Maße der Rohre | SZ1 Ø 78 bis 108mm mit Länge 1.760mm |
| SZ2 Ø 78 bis 108mm mit Länge 1.532mm | |
| Gewicht/Rohr | SZ1 max. 130kg, SZ2 max. 112kg |
| Förderrichtung | längs |
| Aufstellort | trockener Betrieb in geschlossenen Räumen |
| Umgebungstemperatur | 15 °C – 40°C |
| Besondere Umgebungseinflüsse | keine |
Fördertechnik für Roboterzellen zur Zuführung von Rundmaterial
Sonderkonstruktion mit Teleskopgabel und Werkstückträger-System
Ausgangssituation und Zielsetzung
Automatisierte Zuführung mittels Teleskopgabel
Herzstück der Lösung ist eine speziell entwickelte Teleskopgabel als Teil einer Sonderkonstruktion.
Die Teleskopgabel ist auf einem stabilen, am Boden verdübelten Stahlgrundrahmen montiert und für eine Traglast von bis zu 1,5 Tonnen ausgelegt. Sie ermöglicht einen Ausfahrweg von 2.350 mm. Auf der Gabel befindet sich ein stabiler Stahlrahmen mit Prismenaufnahmen für die Rundmaterialien. Einweiserbleche erleichtern dem Bediener das präzise Beladen des ausgefahrenen Systems. Zur Unterstützung des ausgefahrenen Teleskops fährt eine zusätzliche Stützrolle mit aus, um die Lastverteilung zu sichern.
Materialhandling zwischen Bedienbereich und Roboterzelle
Der gelbe Stahlrahmen wird mithilfe eines Hallenkrans über vier Anhängeösen auf die ausgefahrene Teleskopaufnahme gesetzt. Nach dem Einlegen fährt die Teleskopschiene den beladenen Rahmen zurück in den geschützten Arbeitsbereich der Roboterzelle.
Der Roboter entnimmt die Rundmaterialien einzeln, führt die Schleifbearbeitung durch und legt die bearbeiteten Werkstücke wieder im Stahlrahmen ab. Anschließend fährt die Teleskopgabel die fertige Charge aus dem Schutzzaunbereich heraus. Der Bediener entnimmt diese mithilfe des Hallenkrans und legt eine neue Charge ein.
Die Lösung ermöglicht unter anderem:
Sichere Materialzuführung in Roboterzellen
Kombination aus Kranhandling und automatisierter Fördertechnik
Tragfähigkeit bis 1,5 Tonnen bei 2.350 mm Ausfahrweg
Ergonomische Be- und Entladung außerhalb des Sicherheitsbereichs
Prozesssichere Integration in Schleifmaschinenanwendungen
Galerie
Von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme - die Konstruktion in Bildern.
Individuelle Fördertechnik für Roboteranwendungen
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Telefon
+49 7322 9611–0FAQ – Fördertechnik für Roboterzellen mit Teleskopgabel
Schwere Werkstücke können über Teleskopgabel-Systeme oder spezielle Fördertechniklösungen automatisiert in Roboterzellen eingebracht werden. Dabei erfolgt die Beladung außerhalb des Schutzzauns, während der Roboter innerhalb des gesicherten Bereichs arbeitet.
Eine Teleskopgabel ermöglicht einen großen Ausfahrweg bei kompakter Bauweise. Sie eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen schwere Werkstücke sicher in geschützte Roboterbereiche hinein- und wieder herausgefahren werden müssen.
Die Trennung erfolgt durch Schutzzaunsysteme und das Ein- und Ausfahren der Teleskopgabel. Der Bediener bleibt außerhalb des Gefahrenbereichs, während die Roboterbearbeitung automatisiert abläuft.
Diese Art der Fördertechnik für Roboterzellen wird häufig in der Metallbearbeitung, Schleiftechnik, im Maschinenbau und in automatisierten Serienfertigungen eingesetzt.